2003 – Vereinsfahrt in die Hauptstadt
Potsdam Schloss Sanssouci

2003 – Vereinsfahrt in die Hauptstadt

Die Generalversammlung des Spielmannszuges stand zu Jahresbeginn auf dem Programm. Die offiziellen Karnevalsveranstaltungen der Dorfgemeinschaft wurden wegen eines tragischen Unfalls um die Jahreswende abgesagt. Dennoch fand im gewohnten Rahmen unsere interne Fastnachtsfeier im Speiseraum statt. Die lange Zeit bis Ostern nutzten unsere Übungsleiter Uta Kappen und Markus Winzenick, um einige neue Märsche und Konzertstücke einzustudieren. Eine Woche nach dem Österkonzert besuchte man das Freundschaftstreffen des Tambourkorps „Deutsche Eiche Aue” in Wingeshausen. Hier erlebte man im Gegensatz zum Wettstreit in Freienohl wieder die Charaktere eines Spielmannszuges. Formelles Auftreten und zum Teil wurden die Musikstücke der 17 anwesenden Vereine auswendig vorgetragen.

Anfang Mai unterstützten wir wieder unser Kinderschützenfest musikalisch. Zwei Tage vor unserem ersten Schützenfestauftritt in Berge konnten wir unserer Trommlerin Britta Völlmecke, früher Lefahrt, und ihrem Bräutigam Reinhard Wöllmecke zu ihrem Polterabend mit einem Ständchen gratulieren. Mit der Bimmelbahn vom Hotel Hochsauerlandpark ging es dann zur Schützenhalle. Dort wurde ein super Polterabend gefeiert, an den man sich gerne erinnert.

Nach kurzer Verschnaufpause fuhren wir dann sonntags nach Berge. Alle zwei Jahre findet in dem 150 Seelendorf das Hochfest statt. Nach kurzem Umzug wurde kräftig mit den Schützenbrüdern gefeiert.

Am Himmelsfahrtstag führte unser Jugendspielmannszug gemeinsam mit den Jungmusikern wieder das Jugendkonzert durch.

ne nach dem Konzert „Jugendmusiziert”
ne nach dem Konzert „Jugendmusiziert”

Rudolf Schnorbus hatte uns alle zu seinem 50. Geburtstag in die Stadthalle in Winterberg eingeladen. Nach einem Einmarsch und den obligatorischen Gratulationen sorgten wir für die richtige Stimmung -natürlich im Repertoire seine persönliche Nationalhymne „Ja wenn das Trömmelchen geht”.

Im zweiten Jahr unserer Beteiligung am Schützenfest in Hesborn waren wir gleich zwei Tage gefordert. Zum 125- jährigen Jubiläum führten wir gemeinsam mit den Altenbürener Musikanten am Samstag den „Großen Zapfenstreich“ auf. Mit uns an der Spitze formierte sich um 14.00 Uhr der große Festzug mit vielen auswärtigen Vereinen. Unsere weiblichen Spielleute trugen zum ersten Mal die Kappe zur Uniform. Für manche Damen etwas ungewohnt, jedoch waren alle der Meinung, dass dieses Bild der Einheitlichkeit nun jetzt vollendet ist.

Eine Woche später reisten wir zum 44. Mal in das Höhendorf Neuastenberg. Bei schönem Sommerwetter unterstützten wir wieder auf musikalische Weise den großen Sonntagsfestumzug.

Der Sommer 2003 ging bei den Meteorologen als Jahrhundertsommer in die Statistik ein. Besonders beim Schützenfest in Siedlinghausen war die unerträgliche Wärme zu spüren. Am Sonntag war es so warm, dass die örtliche Feuerwehr während des Haupftfestzuges den Teilnehmern Wasserbecher reichte. Trotz dieser brütenden Hitze führte die St. Johannes Schützenbruderschaft ihren Umzug unverändert durch fast alle Straßen Siedlinghausens durch.

Gut gerüstet, freuten wir uns nun alle auf das Hochfest in Züschen. Mit einem Bus fuhren wir gegen 18.00 Uhr zum 50- jährigen Jubelkönig Alfons Kleinsorge, der auch lange Jahre aktives Mitglied in unserem Korps gewesen ist. Ihm zu Ehren brachten wir ein Ständchen. Pünktlich um 19.00 Uhr eröffnete der neue Schützenhauptmann Edmund Tielke mit dem Einbringen der Fahnen und des Königs das diesjährige Schützenfest. Am Schützenfestmontag war es unserem zweiten Vorsitzenden Michael Kappen nicht vergönnt, an dem Geburtstag seiner Frau die Königwürde zu erlangen (Originalton Michael: „Scheiße!!! Scheißell! Scheißel!!”). Insgesamt war dieses Fest bei erträglichen Wetterverhältnissen wieder toll.

Traditionell findet am Kirmessonntag die Fußwallfahrt von Züschen nach Hallenberg statt. Tambourmajor Reinhard Kappen löste seine Aufgabe von der Sparfachleerung ein. Zusammen mit Sparkönig Ludger Wittrock „wallfahrteten” die beiden nach Hallenberg.

Zum zweiten Mal konnten wir eine \Noche später im Schlosshof in Bad Berleburg den Kurgästen zum Konzert aufspielen. Bei schönem Wetter war dieses eine gelungene Veranstaltung. Vorstandsmitglied Kerstin Tepaße hatte uns zu ihrer Polterhochzeit eingeladen. Leider kam der Bus verspätet, so dass man das übliche Ständchen am Haus aus Zeitgründen nicht geben konnte. In einer „Scheune“, in der die Polterhochzeit gefeiert wurde, holte man dieses aber nach.

Bereits zwei Tage später ehrten wir das Silberhochzeitspaar Karl-Heinz und Karin Oberließen mit einem musikalischen Gruß an der Skihütte. Der Ausrichter des diesjährigen Stadtschützenfestes, der Schützenverein Neuastenberg, hatte uns als Festmusik engagiert. Am Samstagnachmittag war das Schießen um die Stadtkönigs- und Stadtjiugendkönigswürde. Mit Kai Ringler als Stadtjugendkönig und Mike Welschhoff als Stadtschützenkönig konnte die St. Hubertus Schützenbruderschaft Züschen erstmalig überregional auftrumpfen. Als wir abends zum großen Zapfenstreich ankamen, war die Stimmung unter den vielen Gästen schon sehr hoch. Wir ließen unsere beiden Könige zunächst hochleben und ehrten die beiden Königspaare später zusammen mit dem Musikverein Dreislar beim „Großen Zapfenstreich”. Beim Festzug am Sonntag präsentierte sich Züschen mit drei Königspaaren. Neben den beiden neuen Majestäten war das Kreisjugendkönigspaar auch mit vertreten. Die Schützenhalle in Neuastenberg war später fest in Züscher Hand. Nach grober Schätzung waren 300 Züscher in bester Stimmung.

Der Höhepunkt des diesjährigen Vereinsjahres war sicherlich die Fahrt in die Bundeshauptstadt. Der erste Vorsitzende hatte diese Kurzreise wieder bestens organisiert. Leider konnten nicht alle Aktiven an dieser Exkursion teilnehmen. Den Mitgereisten wurde allerdings viel geboten. Unsere ehemalige Flötistin Sandra Blüggel, die in Berlin wohnte, ließ es sich nicht nehmen, uns zu begleiten. Neben den obligatorischen Besichtigungen der Hauptstadt stand u.a. auch eine Führung der Stasi-Gedenkstätte in Berlin – Hohenschönhausen auf dem Programm. Diese Art der Aufarbeitung der jüngsten Geschichte unserer Nation hat uns doch alle tief beeindruckt.

Potsdam Schloss Sanssouci
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Selbstverständlich konnte auch individuell das riesige Kulturprogramm genutzt werden. Neben dem Besuch eines Musicals und dem Einkaufsbummel am Kuhdamm erfuhren die Männer im Technikmuseum die Entwicklung auf diesem Gebiet in den verschiedenen Epochen. Mit einem Besuch der Stadt Potsdam endete mal wieder eine Vereinsfahrt, die allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben sollte. Mit der Sparfachleerung und dem Dämmerschoppen am vierten Advent endete das Vereinsjahr 2003.